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Dienstag, 17. Februar 2015 17:33 Uhr

Bammental: Die neuapostolische Kirche wird wiederverwertet



Foto: RNZ, nah


Bammental. (nah) Mit dem Sonnenaufgang um 7.30 Uhr hat am gestrigen Donnerstag der Abriss der neuapostolischen Kirche begonnen. Dabei hat sich das Abbruchteam der Firma O.A.M. die schwierigste Aufgabe als erstes vorgenommen: Die Betonschere fraß sich von oben hinein, um die etwa 30 Zentimeter dicke Wand Stück für Stück "abzubeißen". Die Herausforderung dabei war, dass die Kopfseite der Kirche nur sieben Meter von einem Wohngebäude entfernt ist. Deshalb fürchteten die Nachbarn im Dammweg 24 diesen Moment am meisten. Jetzt waren eine geschickte Hand und das Fingerspitzengefühl von Baggerführer Kevin Pflugbeil gefragt.

Pflugbeil hat die nötige Erfahrung, um diese Arbeit mit der erforderlichen Vorsicht auszuführen. Seit der Firmengründung vor mehr als zehn Jahren gehört er dazu. Eines durfte nämlich nicht passieren: dass die Kopfwand in Richtung Wohngebäude umstürzt. Da aber Unfälle nicht gänzlich auszuschließen sind, wurde am nahen Nachbargebäude vor Abrissbeginn eine Beweissicherung veranlasst.

Um Betonstaub zu vermeiden, kam während der Abbauarbeiten ein dicker Wasserschlauch zum Einsatz. Die schwierige Aufgabe war nach etwa einer bis eineinhalb Stunden gelöst. In etwa drei Tagen wird der Abriss bewältigt sein, schätzte Kevin Pflugbeil. Dann wird der Bagger, dessen Longfront in eine Höhe von 24 Metern reicht und der ein Einsatzgewicht von 50 Tonnen mitbringt, am Montag wieder abrücken beziehungsweise abtransportiert werden.

Das Rauenberger Abbruchunternehmens O.A.M. hat sich seit mehr als zehn Jahren auf komplizierte Abbrüche und Industriedemontage spezialisiert. Die Firma ist in Bammental bereits in der zweiten Woche mit bis zu sieben Mann vor Ort, um den Abbruch voranzubringen. "Wenn die Maschinen arbeiten, brauchen wir nicht mehr so viele Männer", sagte Geschäftsführer Alessandro Arcangeli. Er rechnet damit, dass die Firma etwa vier bis fünf Wochen für die Abwicklung der Baustelle brauchen wird.

Vor dem Großbagger waren schon zwei Bagger mit einem Einsatzgewicht von 30 Tonnen in den vergangenen Tagen vor Ort, die bei der Beseitigung der Dachabdeckung zum Einsatz kamen und auch das Material aus der Entkernung in die zwei Container hievten. Auch die Fundamente der früheren Kirche müssen aus dem Boden herausgeholt werden. Der Baugrund wird komplett wieder hergestellt, sodass im Anschluss die Baufirma kommen kann, um die Fundamente zu grünen.

Ein Großteil der Arbeit wird für die Abbruchfirma im Separieren der Baumaterialien liegen, die wieder recycelt werden. Der Beton wird ohne das in ihm enthaltene Metall auf dem Grundstück verbleiben und zerkleinert als Untergrund für den Kirchenneubau dienen. Insgesamt rechnet der Geschäftsführer damit, dass 420 Kubikmeter an fester Masse anfallen und getrennt werden müssen. Die nichtmineralischen Baustoffe wie Dämmstoffe, Stahl und viel Holz werden getrennt erfasst, wieder verwertet oder entsorgt.

Der Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde, Achim Beck, der ebenfalls auf der Baustelle vorbeischaute, betonte, dass ihm das Konzept einer neuen Kirche aufgebaut auf der alten Kirche ganz besonders zugesagt hat. Seit dreieinhalb Wochen ist die neuapostolische Kirchengemeinde Gast in der katholischen Kirche und fühlt sich dort überaus freundlich aufgenommen.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung, Frau Haasemann-Dunka, 13.02.2015, 06:00 Uhr
http://www.rnz.de/nachrichten/region_artikel,-Bammental-Die-neuapostolische-Kirche-wird-wiederverwertet-_arid,75877.html



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